Wer profitiert von einer Senkung der Unternehmenssteuern in den USA?

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Derzeit diskutieren Analysten, welche US-Aktien von einer Senkung der Unternehmenssteuern und von „tax holidays“ für die Repatriierung besonders profitieren, wenn die derzeit bekannten Trump-Pläne umgesetzt werden.

Ein Tenor, der nicht überrascht: Von der Repatriierung profitieren Firmen mit viel Auslands-Cash wie Apple, Alphabet und SBUX massiv; von geringeren Unternehmenssteuern Mid/Small Caps mit hohem inländischen Umsatzanteil. Da fallen allerhand Firmennamen – aber z.B. nicht Church & Dwight, obgleich das Unternehmen mit 85% Inlandsumsatz und 35% Steuerquote (zum Vgl.: die meisten US-Depotwerte haben Steuerquoten um/unter 20%, da hoher ausländischer Umsatzanteil) ein Mega-Profiteur einer Senkung der Unternehmenssteuer auf 20% wären.

Das zeigt das Bsp. FY 2016e: CHD hätte eine 20%ige Steigerung beim FCF um rd. 120 Mio. USD auf 720 Mio. USD = FCF-Marge von 20,5%!!! (das ist dann RB-Niveau) Ergo wäre CHD mit weniger als 18x FCF bewertet – zuletzt war das 2009 der Fall. Auch Gilead Sciences wäre ein Riesen-Profiteur mit ca. 70% Inlandsumsatz und 32% Steuerquote: der FCF würde um 17% steigen, FCF-Marge dann um/über 13%.

Die Konsumwerte werden von der Analystenschar derzeit übersehen, klar, die bauen keine Bagger und Schaufeln, und sie finanzieren diese auch nicht.

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