Wells Fargo: 3,5 Millionen Fake-Konten

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Die US-Bank Wells Fargo hat kürzlich weitere 1,4 Mio. Fake-Konten entdeckt, summa summarum sind es jetzt 3,5 Mio. Konten, die real nicht existierten, sondern nur auf dem Papier. Das ist eine gewaltige Zahl. Nun sollten freilich nicht alle Banken unter Generalverdacht gestellt werden, denn sehr viele arbeiten wohl ehrlich. Gleichwohl stellt sich stets die Frage, ob die Bank ihre Risiken angemessen bewertet hat.
Das ist das grundsätzliche Problem: Banken arbeiten weitgehend mit Fremdkapital. Deshalb können Bank-Bilanzen für vielen Investoren auch Black Boxen sein: Sie blicken nicht durch. Dem Starinvestor Warren Buffett wurde nachgesagt, er verstehe die Wells Fargo-Bilanz, deshalb könne er dort investieren. Wirklich? Die 3,5 Millionen Fake-Konten bei Wells Fargo dürften auch eine Überraschung für Buffet gewesen sein. Die Frage ist: Kann Buffet die Risiken einer solchen Bank wirklich angemessen bewerten?

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