Siemens und sein Sorgenkind Gamesa

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Siemens-Gamesa wartete kürzlich mit einer massiven Gewinnwarnung auf, der Aktienkurs fiel 40% unter dem Kurs zum Zeitpunkt der Fusion.

Siemens hat sich mit Gamesa viele Probleme eingehandelt. Erstens verdienen alle Hersteller von Windkraftanlagen trotz Subventionierung wenig und zunehmend weniger – hoher Kapitalbedarf, hohe Wettbewerbsintensität/Überangebot -, zweitens, als der Deal bekannt wurde, hatten die Hersteller zunehmend Probleme, weil die Subventionen für Windkraft schon damals fast überall in Europa zurückgenommen wurden. Siemens dachte sich wohl, wir packen unser problembeladenes Geschäft mit anderem problembeladenen Geschäften zusammen, dann heben wir ein paar Synergien, dann läuft es wieder. Aber: Bei Siemens gibt es trotz Größe keine nennenswerten Skaleneffekte. Und zweitens drehen immer mehr Hersteller bei wachsendem Überangebot mehr und mehr an der Preisschraube.

Wer sich die konsolidierte Bilanz von Siemens-Gamesa anschaut, kann die Probleme schnell erkennen: sehr hohe Kapitalintensität – der Kapitaleinsatz ist höher als der Umsatz -, sehr hoher rec. capex., die Rohmarge pro Windkraftanlage sinkt, und das Ganze bei struktureller Schwäche der FCF-Marge von 3-5%.

Es dürfte wohl nicht die letzte Gewinnwarnung von Siemens-Gamesa gewesen sein.

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