Siemens und Bombardier: zwei Kranke im Bett

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Siemens und Bombardier wollen ihr Bahn-„Geschäft“ (Züge, Bahnsignale) zusammenlegen. Die Segmentzahlen von Siemens illustrieren, weshalb das geschieht: Umsatzrückgang im hohen einstelligen Bereich, FCF-Marge um 7% mit sinkender Tendenz, zudem hoher recurring Capex, ROCE unter 5% mit sinkender Tendenz, da sehr hoher Kapitaleinsatz (ohne anteilige Pensionsverpfl., da Siemens die nicht nach Segmenten publiziert, aber Siemens hat mit 11,1 Mrd. hohe Pensionsverpfl., wenn man die auf die Umsätze der einzelnen Konzernsegmente umlegt, erreicht das ROCE des Bahnsegments keine 3%). Bei Bombardier ist es nicht besser.

Ergo: Da wollen zwei Fußlahme schrumpfendes, capex- und kapitalintensives Geschäft mit Schwachmargen zusammenbringen, wohl um über Einsparungen die häßliche Braut aufzuhübschen und dann zu verscherbeln. Siemens hat noch allerhand solcher schwachbrüstigen Geschäfte. Da kann der Herr Kaeser noch so einiges auslagern. Aber immerhin, er macht was. Zetsche und Müller lassen ihr Desaster-LKW-„Geschäft“ laufen und verbrennen zuverlässig weitere Milliarden, obwohl sie unfassbar viel Kapital einsetzen.

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