Siemens: Mit Volldampf ins margenschwache Windkraftgeschäft

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Die Börse ist von Siemens derzeit alles andere begeistert, der Aktienkurs fiel von 130 auf 110 EUR innerhalb von drei Monaten.

Kaum bringt Siemens nun das Windkraftgeschäft bei der neu erworbenen Gamesa ein und übernimmt dort die Mehrheit, fallen bei der margenschwachen Gamesa die Auftragseingänge, die Umsätze und die Margen in sich zusammen.

Der Aktienkurs von Gamesa halbierte sich seit dem Siemens-Einstieg.

Alles andere als ein gutes Timing, Herr Käser.

Nun folgt das übliche Procedere: Personal muss abgebaut, Sparrunden müssen gefahren werden. Die Strukturprobleme des Windmarkts schlagen voll durch: ein Überangebot an Produktionskapazität, sinkende Preise, die überschaubaren Margen schmilzen wie Schnee in der Sonne, hoher Kapitaleinsatz. Das Windkraftgeschäft ist überdies sehr wettbewerbsintensiv, da zu viele Hersteller, die alle nicht viel verdienen, sich im Markt tummeln.

Da stellt sich die Frage: Wieso investiert Siemens noch einmal zusätzlich in die Windkraft und baut sein Engagement in diesem hochproblematischen Markt weiter aus?

Anstatt sich von der Windenergie konsequent zu trennen, lädt sich Vorstandschef Käser mit Gamesa noch mehr Probleme auf.

Das verstehe, wer will.

Die Börse kapiert’s auch nicht. Siehe oben.

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