Pfeiffer Vacuum: Das Ende der Eigenständigkeit

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Pfeiffer Vacuum wird von Busch übernommen. Das haucht dem Aktienkurs neues Leben ein.

Der Kurs von Pfeiffer Vacuum hatte sich von 2003 bis 2013 vervierfacht – das war ziemlich gut.

Leider hat Pfeiffer Ende 2010 das margenschwache Vakuumpumpen-Geschäft von Alcatel (Adixen) gekauft, der Deal hat die Margen gedrückt.

Pfeiffer ist somit ein Beispiel dafür, daß ein Management, hinter dem kein starker Großaktionär steht, dem jahrelangen Drängen von Analysten nachgibt und einen riesigen M&A-Schritt macht. In Excel sieht sowas nett aus – aber die Realität ist oft eine ganze andere.

Pfeiffer war eine feine, kleine, sehr cash flow-starke und gut wachsende Firma, führend bei hoch-anspruchsvollen Vakuumpumpen, sozusagen der „Ferrari“ im Vakuumbereich. Das war Analysten aber nicht gut genug, sie wollten schnelleres Wachstum über M&A in Asien, wo Pfeiffer selber erst hinging damals und mit eigenem Vertrieb solide zulegen wollte. Adixen war dort bereits gut vertreten. Nur: Adixen stellte Massenware für einen ganz anderen Kundenkreis und andere Industrien her.

Vertrieblich gab es kaum Synergien, hinzu kam, daß Adixen allerhand Wettbewerber hatte, da ging es leider nur um den günstigsten Preis. Und deshalb war’s das mit dem Wachstum und den schönen Margen bei Pfeiffer.

Wenn Busch klug ist, verscherbeln sie das Adixen-Segment.

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