Mark Möbius: Star-Investor mit kümmerlichen Renditen

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Mark Möbius, Templeton: Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet ausführlich über ihn. Tenor: einer der erfolgreichen Super-Investoren, seit Jahrzehnten, DER Pionier von Aktieninvestments in Emerging und Frontier Markets. Allerdings liefert die Zeitung keinerlei Performance-Kennzahlen der von Möbius gemanagten Fonds.

Wenn man hingegen auf die Templeton-Webseite geht – Möbius arbeitet ja für Templeton -, sieht man, daß Möbius mit einer Armee von Fondsmanagern mehr als 15 Fonds managt, meist Aktienfonds, auch einige Rententhemen. Da ist alles dabei: BRIC, China, Indien, Osteuropa, Lateinamerika. Templeton gibt die Performance eines jeden Fonds für den Zeitraum Sept. 2011 – Sept. 2016 an. Wenn man sich durchklickt, fällt auf, daß die jeweilige Jahresperformance massiv schwankt, was nicht überrascht. Und es wird deutlich, daß die allermeisten Fonds von Möbius über den genannten 5-Jahreszeitraum nicht mehr als 5-6% p. a. geschafft haben, einige auch nur um 2-3% p. a., ganz wenige 6-7% p. a. Templeton nimmt dafür eine üppige Fee von rd. 2,5% p. a. von den Fondsanlegern.
Ergo: Der Star-Investor Möbius hat seinen Investoren mit Aktien und Renten aus EM/Frontier-Märkten in den letzten 5 Jahren um die 5-7% p. a. gebracht, ihnen davon aber 2,5% p. a. gleich wieder weggenommen. 2,5-4,5% netto p. a. ist noch nicht einmal mittelmäßig – zumal die Anleger in den Emerging Markets und gerade in den Frontier Markets extrem hohe Risiken eingehen.
Möbius ist ein charismatischer Gesprächspartner, aber ein unterdurchschnittlicher Investor. Schade, dass selbst ein Medium wie die FAZ nicht die Kraft zur Differenzierung findet.

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