KGV: ein untaugliches Instrument

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Welche Rolle spielen eigentlich Instrumente wie das Shiller-KGV, verschiedene Vola- oder Portfolio-Modelle zur Beurteilung der Börsenentwicklung?

Die Meinungen gehen wie immer auseinander, aber es gibt gute Gründe, diese Instrumente skeptisch zu beurteilen. Denn: Ist der Nachsteuergewinn der Unternehmensgewinn? Formal ja, weil er eben als Gewinn ausgewiesen ist. Aber tatsächlich? Der Free-Cash-Flow (FCF) spielt für die Beurteilung der Ertragskraft eine viel wichtigere Rolle als der Nachsteuergewinn. Die Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) sind zur Bewertung von börsennotierten Unternehmen eher ein schwaches Instrument, da die KGVs über Bilanzstrategien und Bilanztaktiken von Unternehmen mitunter stark manipuliert werden können. Übrigens kann man auch Kapitalverzinsungen nicht mit dem Nachsteuergewinn messen.

Fazit: Das KGV würdigt leider nicht die Attraktivität von börsennotierten Unternehmen mit beständig hohen Margen, geringem Kapitaleinsatz, geringem rec. Capex. Diese Unternehmen sind es, die an der Börse nicht selten den höchsten Wertzuwachs aufweisen.

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