HeidelbergCement: Wie die Politik und das KGV die Anleger täuschen können

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HeidelbergCement ist ein Beispiel, wie mit aktueller Politik Stimmung gemacht wird und damit Aktienkurse zum Steigen gebracht werden.

Da kündigt ein etwas dicklicher, rotblonder Herr in den Vereinigten Staaten an, er wolle eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen – und plötzlich schießt der Aktienkurs von HeidelbergCement in ungeahnte Höhen. Obwohl keiner weiß, dass diese Mauer tatsächlich gebaut wird. Obwohl keiner weiß, ob HeidelbergCement, sofern diese Mauer jemals gebaut wird, einen Auftrag zum Bau eines Teilabschnitts dieser Mauer bekommt.

Die Phantasie ist groß, die Realität trist: Der Konzern ist überschuldet, rd. 14x FCF, chronisch margenschwach, in guten Zeiten rd. 4% FCF-Marge, oft auch lediglich bei 0-1%, mit rd. 38x FCF bewertet (10-12x wären bei der Schwachbilanz und dem zyklischen Geschäft immer noch sehr gut bezahlt).

Ach ja, das KGV – 14 – ist vergleichsweise günstig. Und es soll tatsächlich Anleger geben, die nur auf diese Kennzahl schauen.

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