e.on: Die Gier der Börsianer

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e.on bekommt vom Staat rd. 3,3 Mrd. EUR inkl. Zinsen rückerstattet aus zu Unrecht erhobener Brennelementesteuer – die Aktie fliegt daraufhin durch die Decke, der Kurs gewinnt rund 10 Prozent in zwei Tagen. Ist e.on also jetzt ein gutes Investment?

Nun, die FCF-Marge und der ROCE von e.on liegen jeweils unter 2%. Inklusive Geschäftsanteil an Uniper und der Rückzahlung der o. g. 3,3 Mrd. EUR ist e.on jetzt mit rd. 55x FCF verschuldet. Das sind rd. 33 Mrd. EUR bei rd. 600 Mio. FCF 2016 – rund 22 Mrd. EUR Nettofinanzschulden inkl. Rückzahlung der Brennelementesteuer, rd. 10 Mrd. Rückstellungen für Abbau der Kernkraftwerke, rd. 4 Mrd. Pensionsverpflichtungen.

Die Aktie ist jetzt mit rd. 85x FCF galaktisch überbewertet, bei der Schwachbrüstigkeit des Konzerns wären 5x FCF noch ambitioniert.

Zum Vergleich: RWE bekommt rd. 1,9 Mrd. EUR aus der Brennelementesteuer zurück, für RWE gilt freilich dieselbe Aussage wie für e.on – mit dem Unterschied, dass es bei RWE noch schlimmer ist.

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