Dialog Semiconductor: Im freien Fall

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Zu Beginn der Woche fiel die Aktie von Dialog Semiconductor wie ein Stein innerhalb weniger Minuten, zeitweise um 30 Prozent. Was war passiert?

Nun, ein Analyst des Bankhauses Lampe hatte öffentlich spekuliert, dass Dialog seinen Hauptkunden Apple verlieren könnte, weil Apple Strommanagement-Prozessoren eventuell selber herstellen könnte, und schon rauscht die Aktie im freien Fall nach unten. Dialog dementiert, verweist auf bestehende Lieferverträge und auf ständige Fortentwicklung der Prozessoren gemeinsam „mit Großkunden“, aber das hilft alles nicht. Das zeigt die Ängste des Marktes, denn Chip-Firmen verdienen oft für eine gewisse Zeit sehr gut, aber sie halt quasi über Nacht von innovativeren Wettbewerbern verdrängt werden, ein sehr disruptives Geschäft.

Das zeigt auf der anderen Seite aber auch, wie unseriös eine Bank wie Lampe arbeitet: Öffentlich diffuse Vermutungen zu äußern, ohne einen konkreten Beleg zu haben, ist zerstörerisch. Das altehrwürdige Bankhaus Lampe steht damit leider abstrusen Firmen wie der angeblichen Zatarra-Research – eine Firma, die nur mit dem Zweck gegründet wurde, die Wirecard-Aktie zu shorten – in ihrem Handeln nicht nach.

Ätzend.

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