Deutsche Telekom: Die Schlinge zieht sich weiter zu

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Die Presse beschäftigt sich mit den Jahreszahlen der Deutschen Telekom. Die Wirtschaftswoche gibt die Propaganda-Zahlen des Unternehmens erstaunlich unkritisch wieder – etwa: der FCF betrage 4,9 Mrd EUR. Diesen Wert gibt die DT in der PM bekannt. Im Geschäftsbericht macht sie in der Zusammenfassung der wichtigen Kennzahlen ein Sternchen hinter den 4,9 Mrd. und gibt dann in der Fußnote an „FCF vor Spektrumskauf“.

Nur: Spektrumskauf ist Capex (Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Gütern). Wenn man sich dann den Jahresabschluss im Geschäftsbericht anschaut, wird selbstredend die volle Wahrheit wiedergegeben, der FCF liegt bei 2,25 Mrd. EUR. Der FCF wird dann für Dividenden verwendet, außerdem für die Ausfinanzierung der galaktisch hohen Pensionsverpflichtunven sowie zur Verlustabdeckung von T-Systems, die genauso wie T-Mobile USA weiter in Mrd.-Höhe Geld verbrennen (bzgl. T-Systems kann man das aus der Spartenberichterstattung schließen, denn Ebitda abgl. Capex ist tiefrot, bei T-Mobile USA deren CF-Statement im Geschäftsbericht/SEC Filing Form 10-k: Annual Report 2016).

Diese Aufwändungen führen dazu, daß die Nettoschulden der DT (Nettofinanzschulden, Pensionsverpfl., Leasingverpfl.) um weitere 3 Mrd. auf 83 Mrd. gestiegen sind – also gigantische 37x FCF betragen (wobei der FCF – s. o. – gar nicht zur Schuldentilgung bereitsteht …).

Die Lage der DT ist also noch bedrohlicher geworden – magere 3% FCF-Marge, der FCF und noch ein paar Mrd. mehr werden für Pensionen, Dividenden und für Verluste verausgabt.

Die Schuldenlast wächst weiter.

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